Soziales

Trainingslager Bärenfalle

Endlich war es wieder soweit. Das alljährliche Trainingswochenende auf die Bärenfalle stand an.
Los ging es am Freitag, den 05.11.10. Bevor man sich dort jedoch für die 2 Tage häuslich einrichten konnte, wartete nach der Fahrt erst noch der Aufstieg in die auf 1100 Metern gelegene Hütte. Wenn da nicht noch die ganze Verpflegung wäre, die auch mitgenommen werden wollte…
Doch der Empfang mit einer stärkenden Gulaschsuppe entschädigte für die Strapazen. Nach so viel Bewegung und Höhenluft waren vor allem die Lebensgeister der kleineren Bergsteiger bald erschöpft und es wurde ruhig in den Bergen über Immenstadt.
Der nächste Tag begann mit einem nicht allzu sanften Weckkommando seitens gewisser Mitglieder der Trainerschaft, die zum Frühsport aufriefen.
Kaum waren das Frühstück abgeräumt und die Brote für unterwegs geschmiert, ging es los auf die berühmt-berüchtigte Wanderung. Für alle mit etwas kürzeren Beinen wurde diesmal auch eine kleinere Tour (ca. zwei Stunden) angeboten, doch erstaunlich viele Kinder wurden vom Ehrgeiz gepackt und liefen beinahe ohne Jammern die Große-Leute-Runde mit. Das Wetter war gnädig, wenn auch der Wind den Marsch etwas anstrengender gestaltete. Dafür wurde man mit einer guten Sicht auf den Alpsee und die umliegenden Gipfel belohnt. Wie jedes Jahr wurde beim Naturfreundehaus eine Pause eingelegt, um die müden Glieder zu entspannen und neue Kraft für die letzte Etappe zu tanken.
Nach ungefähr fünf Stunden waren auch die letzten Wandersleut wieder in die Hütte zurückgekehrt und konnten sich die Zeit bis zum Abendessen nach eigenem Belieben vertreiben. Einige zog es nochmal außer Haus in die nahegelegene Bergsauna, die Anderen vertrieben sich die Zeit mit Malen oder zogen sich in ihre Schlafräume zurück.
Dann kam endlich das Abendessen auf den Tisch. Der Pudding zum Nachtisch gelang zwar nicht ganz so gut, wie die Jahre zuvor, doch das geriet schnell in Vergessenheit, denn der Hüttenzauber stand auf dem Programm. Diesmal gab der Nachfolger des sonstigen Zaubermeisters seine Debütvorstellung und meisterte diese beinahe genauso gut wie sein großes Vorbild.
Danach verschwanden genauso wie am vorhergegangenen Abend alle relativ schnell in den Betten und gönnten sich ihren nach so viel körperlicher Ertüchtigung wohlverdienten Schlaf.
Denn auch am Sonntag wartete der für manche viel zu bald angesetzte Frühsport, der von den einen mehr, von anderen weniger enthusiastisch absolviert wurde. Vor allem das Wiesenrandori bereitete nicht allen so viel Spaß wie den beiden unermüdlichen Trainern, die das zweifelhafte Vergnügen anleiteten.
Nach einer letzten Mahlzeit in luftigen Höhen ging es an den Abstieg, der trotz einer kleinen Portion Wehmut nicht zuletzt dank der mit 2800 Metern längsten Sommerrodelbahn Deutschlands wesentlich schneller und mit deutlich größerem Spaßfaktor abgeschlossen wurde, als der Aufstieg.
Nach diesem ereignisreichen Wochenende kehrten die Wochenend-Bergbewohner wieder erschöpft heim nach Biberach und freuen sich schon auf das nächste Jahr.